Aktuell

Hier sind die Unterlagen und Mustervorlagen aus dem Referat zum Downloaden:

DJZ_Vortrag_Zuerich_230822.pdf
DJZ_Muster_Verzeich_Bearbeitungstaet_Kettiger.docx
DJZ_Muster_Datenschutzerklaerung_Kettiger.docx



Am 1. September 2023 treten das neue Bundesgesetz über den Datenschutz und die zugehörigen Verordnungen in Kraft. Das Inkrafttreten des DSG bedingt in jedem Fall in der Anwaltskanzlei konkrete Massnahmen der Umsetzung. Es bestehen bisher nur wenige Publikationen, die sich mit dem neuen Datenschutzrecht in Anwaltskanzleien befassen und ein Branchen-Verhaltenskodex fehlt. An unserer Veranstaltung wollen wir hier eine Lücke füllen und eine Übersicht über die wichtigsten Folgen des neuen Datenschutzrechts auf kleinere Anwaltskanzleien bieten. Welche Personendaten bearbeitet die Anwaltskanzlei zu welchen Zwecken? Wie lange werden die Personendaten gespeichert? Sind allfällige Datenbekanntgaben ins Ausland abgesichert? Mit diesen und weiteren Leitfragen bezüglich der Implementierung des DSG wollen wir uns auseinandersetzen. Daraus ergeben sich die wichtigsten Folgen und Umsetzungspunkte des neuen Datenschutzrechts für Anwaltskanzleien.


Die Veranstaltung richtet sich an Anwält:innen aus mittleren und kleinen Kanzleien und ist offen für weitere Interessierte. Es referiert DJS-Mitglied Daniel Kettiger, Mag. rer. publ. Rechtsanwalt, Berater und Datenrechtexperte.

Wann: Dienstag, 22. August 2023, 18.30 Uhr

Wo: Certo, Strassburgstrasse 5, 8004 Zürich

 Veranstaltungseinladung_DSG_2023.pdf


Die Veranstaltung «Elternvertretung im Kindesschutzverfahren - Mission Impossible?»
findet im Weissen Wind Oberdorfstrasse 20,
8001 Zürich statt und nicht wie ursprünglich angekündigt im Certo statt 


Bei Kindeswohlgefährdungen hat die KESB weitreichende Entscheidungs-befugnisse. Einmal muss es sehr schnell gehen, einmal geht alles viel zu langsam. Eltern sind dann oft überfordert und fühlen sich aussen vor gelassen. Was passiert ab dem Zeitpunkt einer Gefährdungsmeldung? Welche Rollen und Möglichkeiten haben die Rechtsvertretungen der Eltern, auf das Verfahren Einfluss zu nehmen und ihre Klientschaft partizipieren zu lassen? (Wie) kommunizieren sie mit anderen Involvierten?

Solche und andere Fragen sollen anhand eines Praxisbeispiels im Sinne eines Austausches und mit Fokus auf Rechtsvertreter*innen der Eltern diskutiert werden. Weitere Themen werden angeschnitten, wenn die Zeit reicht: Finanzierungsfragen nach neuem Kinder- und Jugendheim Gesetz (KJG) und Schnittstellen zu freiwilligen Massnahmen und zu Strafverfahren.

Die Veranstaltung richtet sich an Allgemeinpraktiker*innen, Familienrechtler*innen und Mediator*innen. Die Teilnahme von anderen Fachpersonen im Kindeschutz- bereich (KESB, kjz, Sozialzentren, Kindesvertreter*innen) ist erwünscht.

Wann: Donnerstag, 23. Februar 2023, 18.30 Uhr 
Wo: Certo, Strassburgstrasse 5, 8004 Zürich

Durch die Diskussion führen RAin lic. iur. Ingrid Indermaur, Mediatorin SAV, Advokatur Aussersihl und RA lic. iur. Stefan Blum, Advokatur Obertor.


 

An der von den Demokratischen Jurist*innen Zürich (DJZ) und dem Zürcher Auditoren- und Gerichtsschreiberverein (ZAG) organisierten Veranstaltung für interessierte Anwaltsprüfungskandidat*innen bekommen Teilnehmende die Möglichkeit,  sich bei Mitgliedern der Anwaltsprüfungskommission über Inhalt und Ablauf der Prüfungen zu informieren.

Die Mitglieder des ZAG geben dabei einen Überblick über die Voraussetzungen zur Prüfungszulassung und die vier Mitglieder der Anwaltsprüfungskommission geben Auskunft über den Prüfungsablauf und die Erwartungen an die Kandidat*innen. Danach beantworten sie Fragen des Publikums und zum Abschluss der Veranstaltung gibt es einen Apéro.

Es referieren Rechtsanwältin Dr. iur. Caterina Nägeli, Rechtsanwalt Rolf Schuler, Strafrechtsprofessor Prof. Dr. Marc Thommen sowie Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth. Moderiert wird die Veranstaltung von ZAG-Präsidentin Eveline Duft und von Gerichtsschreiberin und DJZ-Mitglied Selina Sigerist. 

Wann: Dienstag, 7. Februar 2023, 18:00 Uhr
Wo: Cafeteria des Bezirksgerichts Zürich, Badenerstrasse 90


***Die Veranstaltung ist für dieses Jahr bereits ausgebucht, weitere Anmeldungen sind zurzeit nicht möglich.***


Wir wünschen allen Kandidat*innen viel Durchhaltevermögen für die Prüfungsvorbereitung und viel Erfolg an der Prüfung!

 


Anfangs Jahr erfragten die DJZ via Auskunftsgesuch bei den Bezirksgerichten statistische Auswertungen im Bereich der Ausländerrechtlichen Zwangsmassnahmen, Fürsorgerischen Unterbringungen sowie zu Untersuchungs- und Sicherheitshaft. Rund ein halbes Jahr später erhielten wir das entsprechende Zahlenmaterial aus dem Jahr 2021.
Hier könnt ihr die erhaltenen Statistiken einsehen. Das erhaltene Zahlenmaterial bestätigt einige Missstände, insbesondere folgendes:

Unhaltbare Vertretungsverhältnisse im Bereich der fürsorgerischen Unterbringungen: 

Im Kanton Zürich werden pro Jahr rund 3'500 FU’s angeordnet. Im Jahr 2021 wurden 604 dieser FU’s oder rund 17% aller angeordneten FU’s von den zwölf Bezirksgerichten gerichtlich beurteilt. In diesen 604 Verfahren waren also gerade einmal 68 Betroffene und somit lediglich rund 11% vor Gericht oder insgesamt nicht einmal 2% anwaltlich vertreten. Wir sehen ansichtlich dieser unhaltbaren Zustände dringenden Handlungsbedarf. 

Fragwürdig hohe Gutheissungsquote bei den Zwangsmassnahmengerichten

In mehr als 94 Prozent der Fälle hiessen die Zwangsmassnahmengerichte des Kantons Zürich die Anträge der Staatsanwaltschaften auf Untersuchungshaft gut. Es wird also praktisch immer zugunsten der Staatsanwaltschaft entschieden. Als Folge unseres Auskunftsgesuchs wurde diese Thematik in einem kürzlich publizierten Artikel der Republik, dessen Lektüre wir wärmstens empfehlen, weiter ausgeleuchtet und thematisiert. 
Darin bringt unser Vorstandsmitglied Adam Arend unsere Einschätzung zum Ausdruck: Es handelt es sich um ein strukturelles Problem. Haft ist für die Staats­anwaltschaften ein sehr potentes Mittel, um beschuldigte Personen zur Kooperation und zu – mitunter falschen – Geständnissen zu bewegen. Das ist rechts­staatlich problematisch und dient der Wahrheits­findung nicht.
___________________________


 Wann: Dienstag, 10. Mai 2022, 18:00 Uhr

 Wo: Restaurant Weisser Wind (Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich)

Wir laden alle Mitglieder herzlich zur Jahresversammlung vom 10. Mai ein, die nun wieder analog stattfinden kann. 
Zuerst findet der statuarische Teil statt und es besteht Raum für Inputs und Anregungen. 

Um 19:00 Uhr beginnt das Referat von Annekatrin Wortha, Rechtsanwältin mit Schwerpunkt im Familien- und Kindesrecht, Co-Redaktorin des iusNet Familienrecht:

Neue Familienformen: Ein weiter (Regen-)Bogen von faktischer Lebensgemeinschaft bis zur Ehe für alle

Welche übergangsrechtlichen Fragen und Auswirkungen auf die Praxis von Jurist*innen gibt es nach der Annahme der «Ehe für alle»? Welche rechtlichen und praktischen Herausforde­rungen bleiben dennoch bestehen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir an diesem Abend nachgehen.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und einen erkenntnisreichen Abend!



_________________