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Les Juristes démocrates de Suisse fêtent leur 40ème anniversaire. C’est pourquoi nous proposons un choix de sujets qui nous préoccupent depuis quarante ans et qui nous préoccuperont à l’avenir aussi : les JDS organisent donc cinq soirées thématiques au cinéma de la Reitschule à Berne. Nous fêterons notre jubilée au cours du vernissage de notre publication. Nous nous réjouissons de vous recevoir.

Le Programme

Les recettes provenant de la série de films seront versées à Eren Keskin qui en tant qu’avocate lutte
depuis des décennies pour les droits humains et dont le portrait sera fait au cours du film d’ouverture « Hêvî ». Jusqu’à aujourd’hui elle a été condamnée à des amendes d’un montant de 456.000 lires, dont 108.000 ont force de chose jugée (voir TAZ:https://www.gazete.taz.de/article/?article=!5526646).


Die Kritischen Jurist*innen Bern Fribourg, ein Verband von Studierenden, von denen viele auch Mitglieder der DJS sind, haben ein Zine zum Gefängnissystem der Schweiz herausgegeben. Darin gehen sie auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und die faktischen Umstände der verschiedenen Haftarten ein und legen damit sowohl für Jurist_innen als auch für andere Interessierte einen Grundstein für eine Debatte, die geführt werden muss.

Download: pdfDas Gefängnissystem in der Schweiz.pdf


Die DJS unterstützen das am 5. April 2018 lancierte Referendum gegen die in der Frühlingsession verabschiedete Gesetzesvorlage, welche die Observation von allen Bezüger_innen von Sozialversicherungsleistungen vorsieht. Dass Sozialversicherungen ihre Versicherten observieren, ist nichts Neues. Neu ist nur, dass für die bisher illegal durchgeführten Überwachungen eine gesetzliche Grundlage geschaffen wird, welche aber den grundrechtlichen Anforderungen keineswegs entspricht. Es verletzt die Kompetenzordnung und die Unschuldsvermutung und öffnet Machtmissbräuchen Tür und Tor. 

Medienmitteilung der DJS vom 12. März 2018

Unterschreiben Sie das Referendum hier: https://wecollect.ch/de/campaign/ueberwachung/


L’initiative populaire « Le droit suisse au lieu de juges étrangers » a été déposée le 12 août 2016. Intitulée « Initiative pour l’autodétermination » par ses auteurs, mais qualifiée d’initiative anti-droits humains (IAD) par Facteur de protection D met en péril non seulement l’Etat de droit mais aussi la CEDH. Il y a en outre lieu de craindre que son acceptation servirait à certains Etats européens de signal dévastateur pour affaiblir (encore) ou dédaigner les droits humains. L’initiative ne concerne dès lors pas que la Suisse.


Ahmed H. wurde am 30. November 2016 wegen illegalem Grenzübertritt und Verstoss gegen die Anti-Terrorgesetzgebung zu 10 Jahren Haft verurteilt. Das erstinstanzliche Verfahren wurde sogar vom EU Parlament als unfair bezeichnet. Ungarn kennt einen besonders offenen Terrorbegriff: Das Vergehen von Ahmed H. soll darin bestehen, im Rahmen der Proteste gegen das neu eingeführte Grenzregime ein Megafon gehalten und der Polizei mit zwei zum «V» ausgestreckten Fingern ein Ultimatum gesetzt zu haben.

Annina Mullis, Vorstandsmitglied der DJS, nahm am 15. Juni 2017 in Szeged (Ungarn) an der Appellationsverhandlung und am 10. und 12. Januar 2018 an den erneuten Verhandlungstagen vor dem erstinstanzlichen Gericht im Verfahren gegen Ahmed H. teil. Insgesamt erweckt der nun vorsitzende Richter mindestens den Anschein, als würde er die Beweisaufnahme gewissenhaft durchführen wollen. Kann eine korrekte Wiederholung des Verfahrens heute die früheren Rechtsverletzungen aber überhaupt korrigieren?

- Den Bericht vom Juli 2017 zu der Verhandlung finden Sie hier: Deutsch / Englisch
- Medienmitteilung des deutschen Grundrechtekomitees und der DJS vom 5. Januar 2017
- Bericht vom Januar 2018

Obwohl das ungarische Asylrecht seit 2015 drastisch verschärft wurde und nach Einschätzung des UNHCR gegen Völkerrecht verstosst, überstellte die Schweiz im Rahmen des Dublin-Verfahrens noch bis Ende April 2017 Asylsuchende nach Ungarn. Mit dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 31. Mai 2017 wurde dieses Praxis vorübergehend gestoppt. Dennoch müssen Asylsuchende in der Schweiz, welche zuvor in Ungarn registriert wurden, weiterhin mit einer Rücküberführung nach Ungarn rechnen. Das Bundesverwaltungsgericht hält in seinem Urteil lediglich fest, das zuständige Staatssekretariat müsse weitere Abklärungen zur Lage in Ungarn vornehmen.

Die DJS fordern, dass das Staatssekretariat für Migration bei allen Asylsuchenden aus Ungarn das Selbsteintrittsrechts ausübt.