Insistieren auf der Kraft des Rechts
«Demokratische Jurist*innen wissen um den Januskopf des Rechts; denn das Verhältnis des Rechts zur Macht bleibt ambivalent. In seinen lichten Momenten begrenzt und domestiziert das Recht Machtverhältnisse und trägt zur umfassenden gesellschaftlichen Demokratisierung bei. Sehr oft verschleiert, legitimiert und zementiert Recht aber auch un- und vordemokratische Machtverhältnisse. Demokratische Jurist*innen treten deshalb konsequent wider die Instrumentalisierung des Rechts durch die Macht ein; sie streiten für eine lebendige und gegen eine gebändigte Demokratie. Daher obliegt es ihnen nicht bloss im Rahmen bestehender Macht- und Rechtsverhältnisse linke Positionen einzunehmen. Viel mehr besteht ihre Aufgabe auch und gerade darin, zu insistieren auf der utopisch-emanzipatorischen Sprengkraft des Rechts.»
Stephan Bernard, Rechtsanwalt
Veranstaltungen
Zürich
19.11.2026
Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren. Plädoyer für Völkerrecht und Menschenrechte
Ein Gespräch mit Wolfgang Kaleck
| Zürich 19.11.2026 |
Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren. Plädoyer für Völkerrecht und Menschenrechte Ein Gespräch mit Wolfgang Kaleck |
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19.11.2026 | 19:00 Stauffacherstrasse 60 Volkshaus Zürich, gelber Saal Kriege, Angriffe auf internationale Institutionen und eine Politik, die Regeln nach Belieben bricht: Das Völkerrecht steht unter Druck wie lange nicht. Die oftmals ohnehin nur vorgeschobene und arbiträr bemühte "regelbasierte Weltordnung" ist einem enthemmten Sturmlauf der Macht- und Gewaltherrschaft gewichen. Hat das Recht gegen die Macht überhaupt noch eine Chance? Wolfgang Kaleck, Menschenrechtsanwalt und Gründer des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin, sagt: Ja, und es lohnt sich, dafür zu kämpfen. Gestützt auf seine langjährige Erfahrung mit Verfahren gegen Folter und Kriegsverbrechen plädiert er in seinem neuen Buch dafür, Völkerrecht und Menschenrechte gerade jetzt nicht preiszugeben, sondern zu verteidigen und durchzusetzen. Er erinnert nicht nur daran, dass der Traum "vom ewigen Frieden" aus dem Trauma des Krieges geboren wurde, sondern zeigt, wie notwendig es gerade jetzt ist, an diesem "utopischen Projekt" festzuhalten, welche Reformen des internationalen Rechts und seiner Institutionen es stärken könnten und wie und mit wem wir gemeinsam dafür streiten können. In einem Talk mit dem WOZ-Journalisten Kaspar Surber stellt Wolfgang Kaleck sein Buch vor und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Wann: Donnerstag, 19. November 2026, 19:00 Uhr Wo: Volkshaus Zürich, gelber Saal, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich |
Basel
01.12.2026
Wie weit reicht die Verantwortung Schweizer Unternehmen für Menschenrechte und Umwelt im Ausland? Und wie lässt sie sich wirksam durchsetzen?
| Basel 01.12.2026 |
Wie weit reicht die Verantwortung Schweizer Unternehmen für Menschenrechte und Umwelt im Ausland? Und wie lässt sie sich wirksam durchsetzen? |
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01.12.2026 | 12:30 Juristische Fakultät, Peter Merian-Weg 8 Raum S9 HG.41 Referentin: Dr. iur Laura Knöpfel MLaw, MSc, Vorstandsmitglied der DJS Schweiz Zum EventWie weit reicht die Verantwortung Schweizer Unternehmen für Menschenrechte und Umwelt im Ausland? Und wie lässt sie sich wirksam durchsetzen?
Organisatorisches Zur Vorbereitung: Anmeldung:
Die Teilnahme ist kostenlos und auch für Nichtmitglieder offen! Wir freuen uns insbesondere über die Teilnahme von Studierenden! Flyer_Konzernverantwortung.pdf |
Genf
29.05.2027
DJS Delegiertenversammlung 2027
| Genf 29.05.2027 |
DJS Delegiertenversammlung 2027 |
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29.05.2027 | 0:00 Weitere Informationen folgen |
Basel
01.12.2026
Wie weit reicht die Verantwortung Schweizer Unternehmen für Menschenrechte und Umwelt im Ausland? Und wie lässt sie sich wirksam durchsetzen?
01.12.2026 | 12:30
Juristische Fakultät, Peter Merian-Weg 8
Raum S9 HG.41
Referentin: Dr. iur Laura Knöpfel MLaw, MSc, Vorstandsmitglied der DJS Schweiz
Zum Event
Wie weit reicht die Verantwortung Schweizer Unternehmen für Menschenrechte und Umwelt im Ausland? Und wie lässt sie sich wirksam durchsetzen?
2020 erhielt die Konzernverantwortungsinitiative eine Mehrheit der Volksstimmen, scheiterte jedoch am Ständemehr.
Mit einer neuen, inzwischen zustande gekommenen Initiative steht das Thema erneut auf der politischen Agenda. Auch der Bundesrat setzt auf neue Regeln: Er hat einen indirekten Gegenvorschlag in die Vernehmlassung geschickt, der sich eng an den Entwicklungen in der Europäischen Union orientiert.
Im Zentrum der Initiative stehen verbindliche Sorgfaltspflichten: Unternehmen sollen Risiken für Menschenrechte und Umwelt erkennen und geeignete Massnahmen ergreifen. Eine unabhängige Aufsicht und Sanktionen sollen die Einhaltung sicherstellen. Hinzu kommt eine Haftung für Schäden, die kontrollierte Unternehmen verursachen. Doch wie greifen Sorgfalt, Kontrolle und Haftung ineinander? Und wo liegen die Grenzen unternehmerischer Verantwortung entlang internationaler Lieferketten?
Der Vortrag ordnet den aktuellen Stand der Schweizer Debatte ein: Was gilt bereits heute Was würde die neue Konzernverantwortungsinitiative verändern? Wo unterscheiden sich Initiative und bundesrätlicher Gegenvorschlag? Und was bedeutet das für Schweizer Unternehmen und für Menschen, die von ihrer Geschäftstätigkeit betroffen sind?
Organisatorisches
Zur Vorbereitung:
Für die Veranstaltung wird keine Vorbereitung vorausgesetzt.
Anmeldung:
Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an djs.basel@djs-jds.ch bis zum 28. November. Die Anmeldung dient nur zu organisatorischen Zwecken
Die Teilnahme ist kostenlos und auch für Nichtmitglieder offen!
Wir freuen uns insbesondere über die Teilnahme von Studierenden!
Genf
29.05.2027
DJS Delegiertenversammlung 2027
29.05.2027 | 0:00
Weitere Informationen folgen
Zürich
19.11.2026
Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren. Plädoyer für Völkerrecht und Menschenrechte
19.11.2026 | 19:00
Stauffacherstrasse 60
Volkshaus Zürich, gelber Saal
Kriege, Angriffe auf internationale Institutionen und eine Politik, die Regeln nach Belieben bricht: Das Völkerrecht steht unter Druck wie lange nicht. Die oftmals ohnehin nur vorgeschobene und arbiträr bemühte "regelbasierte Weltordnung" ist einem enthemmten Sturmlauf der Macht- und Gewaltherrschaft gewichen. Hat das Recht gegen die Macht überhaupt noch eine Chance?
Wolfgang Kaleck, Menschenrechtsanwalt und Gründer des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin, sagt: Ja, und es lohnt sich, dafür zu kämpfen. Gestützt auf seine langjährige Erfahrung mit Verfahren gegen Folter und Kriegsverbrechen plädiert er in seinem neuen Buch dafür, Völkerrecht und Menschenrechte gerade jetzt nicht preiszugeben, sondern zu verteidigen und durchzusetzen. Er erinnert nicht nur daran, dass der Traum "vom ewigen Frieden" aus dem Trauma des Krieges geboren wurde, sondern zeigt, wie notwendig es gerade jetzt ist, an diesem "utopischen Projekt" festzuhalten, welche Reformen des internationalen Rechts und seiner Institutionen es stärken könnten und wie und mit wem wir gemeinsam dafür streiten können.
In einem Talk mit dem WOZ-Journalisten Kaspar Surber stellt Wolfgang Kaleck sein Buch vor und beantwortet Fragen aus dem Publikum.
Wann: Donnerstag, 19. November 2026, 19:00 Uhr
Wo: Volkshaus Zürich, gelber Saal, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
